Die Idee

Methode:
Die Analyse und Abstraktion der heutigen Ist-Vorgehensmodelle der Anwenderfirmen sowie deren Anforderungen an einen mechatronischen Prozess haben zur Erkenntnis geführt, dass in einem interdisziplinären Entwicklungsprozess drei Phasen zu unterscheiden sind:



In der mechatronischen Abstimmung ist zwischen der Analyse- und der Entwurfsphase zu unterscheiden.
In der Analysephase werden Anforderungen an Bewegungen definiert (= Lastenheft).
In der Entwurfsphase werden Lösungsalternativen für die aus der Analysephase geforderten Bewegungen definiert (=Pflichtenheft). Betrachtet werden dabei die Geometrie, das Verhalten und der Ablauf von Lösungsalternativen.
Als interdiszipliäre Aufgabe baut die Installationsplanung darauf auf. Wichtig ist, dass der Entwurf dabei auf der Basis allgemeingültiger Komponenten erfolgt, z.B. einem allgemeingültigen Motor oder einer allgemeinen Lagemessung.
Die konkrete Ausgestaltung einer Lösungsalternative aus der Entwurfsphase erfolgt während der Konstruktionsphase. Dort wird z.B. der allgemeingültige Motor durch ein konkretes Zukaufteil ersetzt oder es wird z.B. entschieden mit welchem Sensor eine in der Entwurfsphase konzipierte Lagemessung realisiert wird.
Das Ziel dieser Differenzierung in Entwurf und Konstruktion ist, dass ein mechatronisches Team schneller als heute in der mechatronischen Entwurfsphase Lösungsalternativen diskutieren kann und ein gemeinsames Verständnis geschaffen wird. Dies geschieht bevor die einzelnen Disziplinen mit der Detailkonstruktion beginnen.


In den disziplinspezifischen Phasen sind weiterhin die für die Fachdisziplinen vorhandenen spezialisierten Beschreibungsmittel (Konstruktionszeichnungen, Stromlaufpläne etc.) erforderlich. Interdisziplinär relevante Zusammenhänge werden mit Hilfe eines Werkzeuges formal spezifiziert und für die einzelnen Disziplinen verständlich aufbereitet zur Verfügung gestellt.